Alles was kreucht und fleucht – Tierfotografie

Tiere zu fotografieren ist eine lohnenswerte Aufgabe. Auch wenn man dafür oft viel Geduld mitbringen muss, erschafft man Momentaufnahmen, hinter denen ein kleine Geschichte steht. Denn man beobachtet die Tiere viel intensiver, wenn man darauf wartet, dass sie endlich Richtung Kamera schauen.

Tierfotografie ist verbunden mit viel Geduld und Ausdauer. Wer es schon mal ausprobiert hat einen Hund im Park perfekt zu fotografieren, weiß wovon ich rede. Neben einem hohen Ausschuss an Fotos und viel Investition an Zeit, kann man hinterher aber immer eine kleine Geschichte erzählen, was in der Zeit passierte.

 

Natur fotografieren ist Erleben aus erster Hand. – Fritz Pölking

 

Ausrüstung

Den Gedanken, den Du immer im Kopf haben musst: Tiere bewegen sich, wie sie sich wollen.
Das im Hinterkopf kannst Du Dir Deine Ausrüstung zusammenstellen:

  • Schnelle Kamera, besonders der AutoFokus sollte nicht zu träge sein
  • Schnelles Zoom-Objektiv, hier achtest Du am besten darauf, dass die Offenblende einen vernünftigen Wert hat
  • Stativ, für die Portabilität tut es auch ein Einbein-Stativ
  • Optional: Fernauslöser

Bei der Objektivauswahl hast Du natürlich die Qual der Wahl. Zoom-Objektive haben den großen Vorteil, dass sie einen grösseren Brennweitenbereich abdecken und Du somit etwas flexibler bist, was die Entfernung zum Motiv angeht. Festbrennweiten sind schärfer und lichtstärker, da die verbauten Linsen auf eine Brennweite optimiert werden können, sind aber im Nachteil bei unterschiedlichen Entfernungen. Inzwischen sind allerdings die Zoom-Objektive so gut wie auf Augenhöhe mit den Festbrennweiten. Ich habe für solche Fälle immer ein 24-70 f2.8 ( ) und ein 70-300 f4.5 ( ) dabei.

Locations

Die ersten Gehversuche mit der Tierfotografie kannst Du im örtlichen Wildpark oder Zoo machen. Der Vorteil ist, dass alle Tiere in Reichweite bleiben und  auch Löwen und Tiger gefahrlos fotografiert werden können. Der Nachteil ist, dass es ein Zoo ist und je nachdem, wie Du zu diesem Thema stehst, es nicht in Frage kommt, eine solche Einrichtung zu unterstützen.

Eine Alternative zu den Zoos, sind Safariparks. Die sind generell größer und tierfreundlicher angelegt und man fährt mit dem Auto direkt an den Tieren vorbei. Hier ist man viel näher dran an den Tieren. Bei den gefährlicheren Tieren, wie Löwen oder Tiger, darf man jedoch nur durch die Scheibe fotografieren.

Eine dritte Option ist die freie Wildbahn. Damit meine ich natürlich nicht den örtlichen Park sondern eine Safari oder Rundreise z.B. in Afrika. Es gibt dazu professionelle Reiseanbieter, die Dir eine solche Reise komplett organisieren.

Tierfotografie mit dem Smartphone

Bewegende Tiere mit dem Smartphone zu fotografieren, ist durch die Einschränkungen von Smartphone-Kameras gar nicht so einfach. Auf jeden Fall solltest Du Dich nach einer App umsehen, die alles aus der Kamera herausholen kann, was sie an Features bietet:

  • Fotos im RAW-Format speichern
  • ISO, Belichtungszeit einstellen
  • Belichtungskorrekturen

Besonders wichtig ist das RAW-Format, damit hast Du dann die Möglichkeit Deine Fotos noch richtig zu bearbeiten und zu optimieren. Die Kamera eines Smartphones ist immer eine Weitwinkelkamera mit einem relativ weit offenen Blende. Es gibt inzwischen Teleaufsätze( ), die Du auch die Smartphone-Kamera klemmen kannst, nur solltest Du keine Wunder von erwarten.

Es gibt auch Halterungen, mit denen Du das Smartphone an ein handelsübliches Stativ montieren kannst. Besser jedoch sind die GorillaPods( ), mit denen kannst Du das Smartphone, direkt an einen Zaun, Ast, o.ä. befestigen.

 

Und nun viel Spass bei der Tierfotografie!

Posted by Thorsten Kamann

Thorsten ist der Gründer von PICTOR PHOTOGRAPHY. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und an vielen Themen rund um die Fotografie interessiert. Er bietet neben Fotowalks auch Workshops und Unterstützung bei Fragen zur Fotografie, Social Media, Web an.

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2 Kommentare auf "Alles was kreucht und fleucht – Tierfotografie"

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