Der Workflow mit Lightroom und den NIK-Filtern

Seit Ostern 2016 sind die NIK-Filter von Google offiziell kostenlos verfügbar. Diese integrieren sich beinahe nahtlos in Lightroom und Photoshop. Wie Sie am besten mit allen Dreien zusammen arbeitet, zeigt Ihnen dieses Tutorial.

Google hat die bekannten und recht teuren NIK-Filter seit Ostern 2016 kostenlos freigegeben. Bei diesem Set für Lightroom und Photoshop sind einige sehr nützliche Filter dabei. Aber wie nutzt man die NIK-Filter aus Lightroom heraus am effizientesten?

Der direkte Weg

Der naive Weg ist über das Kontextmenü Bearbeiten in… zu gehen und dort dann den geeigneten Filter auszuwählen. Das funktioniert gut, wenn man nur einen Filter anwenden will. Anders sieht es hier aus, wenn man mehrere Filter auf das Bild anwenden will. Dann muss man sich entscheiden, wie man vorgehen will. Sie haben die Möglichkeit jeweils eine Kopie zu erzeugen und auf diese Kopie den Filter anzuwenden. Dann haben sie pro angewendetem Filter eine TIFF- oder PSD-Datei zusätzlich in ihrer Lightroom Bibliothek. Oder Sie wenden jeden Filter auf das Original an, dann verbauen Sie sich den Weg zurück, da sie die Datei jeweils überschreiben. Mir gefällt keine der beiden Lösungen wirklich gut.

NIK-Filter-auswaehlen

Der Umweg über SmartObjects und den NIK – Filtern in Photoshop

Aber es gibt zum Glück einen etwas besseren Weg, der zwar auch nicht perfekt ist, aber einige der Unschönheiten der beiden bisherigen Lösungsansätze umgeht: Sie können Ihre Fotos in Photoshop als SmartObjekt bearbeiten. SmartObjekte sind nicht destruktiv. Die NIK – Filter werden als SmartFilter angewandt. Sie erscheinen in Photoshop als Unterebene des eigentlichen Fotos, welches die Hauptebene ist.

NIK-Filter-als-SmartFilter-2

Wollen Sie später diese Ebenen noch einmal ändern, wählen Sie Bearbeiten in… -> Photoshop CC und wählen Sie im folgenden Dialog Original bearbeiten. Dabei werden alle Änderungen, die Sie an diesem Foto mit Lightroom gemacht haben, verworfen. Benötigen Sie diese Änderung noch, erstellen Sie vorher eine Virtuelle Kopie. Nach der Bearbeitung in Photoshop kopieren Sie die benötigten Anpassungen aus der virtuellen Kopie und fügen Sie diese wieder in das Original ein (Entwicklungseinstellungen kopieren/einfügen). Danach können Sie die virtuelle Kopie wieder löschen.

Leider ist das die einzige Möglichkeit, bei der nicht andauernd neue Fotos der Lightroom-Bibliothek hinzugefügt werden. Auch wenn diese Fotos in Stapeln organisiert werden, erhöht das nicht die Übersicht. Wünschenswert wäre eine bessere Zusammenarbeit der beiden Programme auf Basis des gleichen Dateiformats.

Haben Sie einen besseren Workflow für das Zusammenspiel zwischen Lightroom und externen Programmen, wie Photoshop oder Filtern? Dann hinterlassen Sie doch einen Kommentar.

Posted by Thorsten Kamann

Thorsten ist der Gründer von PICTOR PHOTOGRAPHY. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und an vielen Themen rund um die Fotografie interessiert. Er bietet neben Fotowalks auch Workshops und Unterstützung bei Fragen zur Fotografie, Social Media, Web an.

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