Die Lightroom mobile Kamera erklärt

Die Kamera, die immer Du immer zur Hand hast, ist dein Smartphone. Auf den meisten Smartphones benötigt man nur noch einen Wisch, um die integrierte Kamera-App zu starten und zu fotografieren. Allerdings sind dabei bisher nur JPGs entstanden.

Android Smartphones können schon länger auf die RAW-Daten von Fotos zugreifen. iOS hat da mit Version 10 endlich nachgezogen. Lightroom mobile bietet in seiner aktuellen Version ein eigene Kamera-App an, die auf unterstützten Devices (ab iOS 10 und Googles Camera2-API) Fotos im RAW-Format machen und speichern können.

Die Kamera, die immer Du immer zur Hand hast, ist dein Smartphone. Auf den meisten Smartphones benötigt man nur noch einen Wisch, um die integrierte Kamera-App zu starten und zu fotografieren. Allerdings sind dabei bisher nur JPGs entstanden.

Android Smartphones können schon länger auf die RAW-Daten von Fotos zugreifen. iOS hat mit Version 10 endlich nachgezogen, jedoch die Kamera-App von iOS erlaubt keinen Zugriff auf die RAW-Daten. Lightroom mobile bietet in seiner aktuellen Version eine eigene Kamera-App an, die auf unterstützten Devices (ab iOS 10 und Googles Camera2-API) Fotos im RAW-Format machen und speichern können.

Funktionsumfang der Kamera-App in Lightroom mobile

Die Oberfläche ähnelt sich auf beiden Plattformen, weswegen die folgenden Screenshots ein iPhone zeigen, da ich keine Android-Gerät habe, das aktuell genug ist, um alle Features zu zeigen.

Bildformat ändern

In der Kamera-App kannst Du das Bildformat ändern. Zwar ist es meistens sinnvoller im RAW-Format zu fotografieren, aber dieses Format nimmt auch deutlich mehr Speicherplatz in Anspruch. Aus diesem Grund ist es nützlich, das Format umstellen zu können.

Blitzautomatik einstellen

Wie schon in der eingebauten Kamera-App deines Smartphones kannst Du die Blitzautomatik auf Auto, Ein oder Aus stellen.

 

Seitenverhältnis/Freistellungsformat einstellen

Die Funktion das Grössenformat eines Bildes von vornherein zu bestimmen heisst bei iOS und Android unterschiedlich, meint aber dasselbe. Die möglichen Formate sind 16:9, 3:2, 4:3 und 1:1. Je nachdem für welchen Zweck Du ein Foto machst, z.B. ist 1:1 für Instagram optimal, kannst Du hier schon das Bildformat einstellen und brauchst nicht hinterher nochmal ran. Das vermeidet auch, dass wichtige Bildteile hinterher beschnitten werden müssen, da Du etwas im 3:2 Format formatfüllend fotografiert hast, aber du für Instagram das Foto quadratisch zuschneiden willst.

An das zusätzlich Menü kommst Du übrigens, wenn Du links bzw. rechts bei Android oben auf das Menü-Symbol touchst (die 3 Punkte).

Selbstauslöser einstellen

In dem gleichen Menü befindet sich die Einstellung für den Selbstauslöser. Dort kannst Du einen Timer stellen, der entweder nach 2s, 5s oder 10s auslöst. Der gewählte Wert wird dann auf dem Auslösebutton angezeigt.

 

Anzeigeraster einstellen

Wie bei Deiner DSLR kannst Du auch das Anzeigeraster einstellen. Hier unterscheidet sich die Anzeige zwischen beiden Plattformen, aber die Funktionalität ist dieselbe. Du kannst Dich zwischen Halb, Drittel, Goldener Schnitt oder kein Raster entscheiden. Als zusätzliches Goodie gibt es noch eine Wasserwaage die aktiviert werden kann. Damit vermeidest du in Schieflage geratene Fotos.

 

Grundsätzliche Einstellungen

Die letzte Option in diesem zusätzlichen Menü trifft grundsätzliche Einstellungen. Auf Android-Geräten kannst Du hier die Auslösetasten bestimmen, entscheiden ob die volle Bildschirmhelligkeit aktiviert werden soll (Achtung: geht extrem auf den Akku), ob Du deine Fotos automatisch geotaggen willst und ob Quickinfos angezeigt werden sollen.

iOS ist da sparsamer mit den Einstellmöglichkeiten. Du kannst hier nur die Bildschirmhelligkeit maximieren und das Geotaggen aktivieren oder deaktivieren.

Beide Plattformen bieten auch die Möglichkeit alle Einstellungen auf den Standard zurückzustellen. Android bietet diese Funktion in diesem Einstellungsmenü, iOS hat ein entsprechende Icon oben rechts, wenn das Profi-Menü aktiviert ist.

Auto vs Pro Einstellungen

Wie bei jeder Kamera auch, kann man die ganzen Einstellungen dem Automatikmodus überlassen. Das geht bei dieser App auch. Unter dem Auslöseknopf kannst Du von Automatisch auf Professional bzw. Profi bei Android umstellen.

 

Belichtungskorrektur einstellen

Die erste Funktion der Profi-Einstellung, die ich Dir vorstellen möchte, ist die Belichtungskorrektur. So, wie Du es wahrscheinlich von deiner Kamera kennst, hast Du die Möglichkeit 3 Blendenwerte nach oben und 3 Blendenwerte nach unten zu korrigieren. Das ganze machst Du Smartphone-typisch mit einem Slider.

Belichtungszeit einstellen

Auch die Belichtungszeit kannst Du von Automatisch über 1/1000s bis hin zu 1/4s einstellen. Ich bin mir nicht sicher, woran diese Obergrenze liegt. Wenn Du allerdings einen anderen Wert als Auto auswählst, habe ich das Problem gehabt, das das Display etwas flackert.

ISO-Wert einstellen

Auch die Empfindlichkeit lässt sich über einen Slider einstellen. Neben der automatischen Ermittlung des optimalen Wert kannst Du zwischen ISO 25 und ISO 1600 wählen.

Weissabgleich einstellen

Standardmässig ist der Weissabgleich auf Auto eingestellt. Du kannst allerdings auch andere verfügbare Presets nutzen (Innenräume, Kunstlicht, Sonne, Wolken) oder einen manuellen Weissabgleich machen (Symbol ist die Pipette). Halt die Kamera vor eine neutrale Fläche und löse einmal aus. Die App übernimmt dies als Weissabgleich.

Manueller Fokus einstellen

Normalerweise kannst du fokussieren, in dem Du irgendwo auf das Display drückst. Es erscheint ein Quadrat, das die Stelle des Fotos markiert, die fokussiert wird. Reicht dir das nicht an Genauigkeit, dann kannst Du den manuellen Fokus nutzen. Mit dieser Funktion kannst Du sehr feingranular den Fokus bestimmen.

Belichtungsspeicher sperren

Du hast jetzt Deine optimalen Einstellungen gefunden und willst nicht, dass durch eine Bewegung der Kamera Automatismen zuschlagen und deine Foto anders belichten als Du es vorhattest? Dann kannst Du auf der rechten Seite auf das Schloss touchen und somit sind alle deine Einstellungen solange gespeichert, bis du die Sperrung wieder aufhebst. Das ist übrigens auch sehr sinnvoll, wenn du eine Serie aufnehmen willst.

Bildstile aktivieren

Zum guten Tom einer Kamera-App gehört es wohl inzwischen, vorgefertigte Bildstile anzubieten. Damit bekommt dein Bild direkt einen bestimmten Stil und Du hast hinterher weniger Aufwand bei der Bearbeitung. Die verfügbaren Bildstile sind nur eine kleine Auswahl der Bildstile, die Du hinterher auch bei der Bearbeitung deines Fotos auswählen kannst und lässt sich hinterher wieder ändern.

 

Fazit

Der Funktionsumfang übersteigt das, was man von den eingebauten Kamera-Apps kennt, bei weitem. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass eine Smartphone-Kamera eine Smartphone-Kamera ist und trotz all der Technik ihre Grenzen hat. Aber um unterwegs ein Motiv festzuhalten, ist sie jedoch völlig ausreichend. Mit den Einstellmöglichkeiten hast Du genügend Feintuningmöglichkeiten und musst nicht alles in der Nachbearbeitung  machen.
Inzwischen hat die Lightroom mobile App einen Funktionsumfang angenommen, mit dem man endlich von einen mobilen Workflow sprechen kann.

 

Posted by Thorsten Kamann

Thorsten ist der Gründer von PICTOR PHOTOGRAPHY. Er ist leidenschaftlicher Fotograf und an vielen Themen rund um die Fotografie interessiert. Er bietet neben Fotowalks auch Workshops und Unterstützung bei Fragen zur Fotografie, Social Media, Web an.

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