Wie die Apple Watch mein Leben veränderte …

Wenn man Apple glaubt, verändert die Apple Watch schlagartig unser aller Leben zum Besseren. Aber stimmt das auch? Was kann diese Apple Watch überhaupt?

So suggerieren es die Werbeversprechen von Apple. Ein Selbstversuch soll dieses Versprechen bestätigen oder widerlegen.

Das Look’n’Feel

Ich hatte immer große Bedenken, so einen Klotz am Handgelenk zu haben. Aber nach dem ersten Probetragen in einem Apple Store – ja ich habe Offline gekauft – fühlte es sich gar nicht so übel an. Ich trage die Apple Watch gerne und es stört auch nicht, obwohl es auch oft Phasen gab, in denen ich keine Armbanduhr getragen habe.

Sehr schön finde ich das anpassbare Display. Ich habe meines so eingerichtet, dass alles wesentliche, das ich mit der Watch verwende auch angezeigt wird.

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Benachrichtigungen

Früher hatte ich das iPhone viel öfter in der Hand als jetzt. Ich habe es grundsätzlich auf Stumm geschaltet (kein Ton, keine Vibration). Alle Push-Nachrichten werden auf der Watch angezeigt. Um diese anzuzeigen brauch ich nur das Handgelenk heben und kann entscheiden, ob ich sofort darauf reagiere oder nicht. Verpasste Benachrichtigungen können mit einem schnellen Wisch von oben nach unten jederzeit angesehen werden.

Bei iMessage und WhatsApp kann ich per Sprachnachricht direkt antworten, bei iMessage kann das Gesprochene sogar in Text umgewandelt werden. Alternativ kann man mit vorgefertigten Texten antworten. Da ich alles so konfiguriert habe, dass nur die wichtigen Apps Nachrichten auf die Watch pushen dürfen, habe ich dadurch mehr den Blick auf das Wesentliche.

Aktivitäten

Bevor ich die Apple Watch gekauft habe, hatte ich ein Jawbone Up 3 (Amazon Link). Ich fand es ganz gut, dass man sehen konnte, wieviel Bewegnung man an einem Tag hatte. Manchmal bin ich anhand des Gemeckeres von Jawbone dann zu Fuss zum Dönerladen gegangen, anstatt mit dem Auto zu fahren.

Bei der Watch gibt es die Schrittzählung auch. Zusätzlich kann man ein Ziel für Bewegung (richtige Bewegung, nicht nur aufstehen und zum Kaffeeautomaten gehen) und für die dadurch verbrannte Kalorienanzahl eingeben. Die Kalorienanzahl wird wöchentlich an die Ergebnisse der letzten Woche angepasst.

Für Leute wie mich, die den ganzen Tag am Schreibtisch hocken, ist eine weitere Funktion sehr nützlich. Die Watch erinnert einen stündlich daran, aufzustehen und sich eine Minute zu bewegen. Wenn es die Begebenheiten zulassen, mache ich das auch.

Natürlich gibt es auch Watch Apps von den bekannten Fitness Apps Anbietern, wie Runtastic und Runkeeper. Starte ich bei Runtatstic eine Aktivität über die Uhr, wird zu der Aktivität auch mein Puls erfasst.

Termine und ToDos

Mit einem Blick sehe ich den nächsten Termin auf dem Homescreen meiner Watch. Das ist sehr angenehm, da man ohne irgendwas zu entsperren oder zu wischen sieht, wieviel Zeit noch ist, bis man wieder gefragt ist.

Ein weiterer Punkt sind die Todos. Ich verwende Things für meine Todolisten. Diese können auch auf der Uhr angezeigt und abgehakt werden. Das ist nur ein Bonbon und diese Funktion nutze ich meist nur, wenn ich sonst nichts zu tun habe.

Musiksteuerung

Da ich Apple Music als Streamingdienst verwende, ist das mit der Watch eine nette Sache. Ich kann Musik steuern (Play/Pause, nächster und vorheriger Titel), einen Titel liken und zu meiner Musikbibliothek hinzufügen. Natürlich kann ich den Ton mittels Airplay auch an ein anderes Endgerät weiterleiten. Ich finde das ganz praktisch, so muss ich nicht immer das iPhone aus der Tasche herausfummeln.

Zusätzlich ist es bei dem neueren Modell der Watch möglich, Musik auf die Uhr zu synchronisieren. Wenn man mal das Handy zuhause lassen will, ist man trotzdem nicht ohne Musik. Wer beim Sport im Fitnessstudio nicht sein iPhone in der Hosentasche haben will, für den ist das eine nahezu optimale Lösung, da man jeden beliebige Bluetooth Kopfhörer mit der Watch pairen kann.

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Musiksteuerung

Sonstige Funktionen

Apple hat mit der neueren Version der Apple Watch dafür gesorgt, dass die Apps direkt auf der Uhr laufen können. Das bedeutet einen enormen Geschwindigkeitszuwachs. Ich habe das neue WatchKit 2 dazu verwendet, eine App zu schreiben, von der ich unterwegs meine Wohnung in einen Abwesenheitsmodus setzen kann. In diesem Fall wird die Heizung gedrosselt, die Lichter und Multimediageräte ausgeschaltet. Umgekehrt kann ich von unterwegs wieder alles einschalten, so dass ich eine beleuchtete und warme Wohnung habe, wenn ich nach Hause komme.

Fazit

Alles in allem hat sich die Investition gelohnt. Man darf von einer Uhr keine Wunder erwarten. Diese kann nur notwendige Informationen und Funktionen anbieten. Das macht sie sehr zuverlässig und sieht dabei auch noch sehr gut aus.

So richtig verändert hat sich mein Leben dadurch nicht. Allerdings greife ich weniger zum iPhone und das ist schon mal eine Verbesserung.

Posted by Thorsten Kamann

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